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Unterkünfte
Nachfolgend eine Liste unserer Hotels. Soll aber nur einen Anhaltspunkt geben, in einigen Orten, wie bspw. Güejar Sierra und Capileira gibt es eine ganze Menge Unterkünfte...



Instinción

        Hotel La Kabila / Mirador de Instinción**
        Paraje El Ejido
        04430 Instinción
        Tel:  +34.950601802
        Web: http://www.lakabila.com

Kleines Hotel direkt am Ortseingang im maurischen Stil gehalten. Nette einfache Zimmer mit Dusche/WC und Balkon (zum Räder zusammenbauen). Abendessen war lecker und ausreichend, der eine kleine Marmeladentoast, kein tostada, sondern nur ein Scheibe Toast, zum Frühstück allerdings aufstockungsbedürftig.
Hotel La Kabila / Mirador de Instinción
Hotel La Kabila / Mirador de Instinción
Die Andalusier essen, anders, als man das vielleicht vermuten könnte, mittags richtig und viel und abends meist nur eine Kleinigkeit. Folge ist, daß in den Restaurants abends meist nicht allzuviel los ist, darüber sollte man sich also nicht wundern.

Und ebenfalls nicht wundern bzw. es auch in die Zeitplanung einkalkulieren sollte man, daß man zwischen 16 und 20 Uhr kaum irgendwo etwas zu essen bekommen wird: in dieser Zeit haben alle Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants geschlossen.

Die Hauptgerichte sind ziemlich fleischlastig (carne), schmecken aber alle extrem lecker. Sollte man aber tatsächlich mal ein Gericht ohne Fleisch wollen, empfiehlt es sich, zu sagen, daß man Vegetarier ist, selbst wenn's nicht stimmt, ansonsten wird man bestenfalls grobes Unverständnis ernten ("kein Vegetarier und trotzdem kein Fleisch ? ?").

Eine gute Alternative ist Fisch (pescado), den es auch fast überall gibt. Die Portionen sind hier allerdings meist nicht so groß, damit alleine kommt man am nächsten Tag keine sechs Stunden im Sattel über die Runden.

Sehr lecker und vor allem sehr reichhaltig sind allerdings die Salate (ensalada), die es praktisch überall gibt. Zusammen mit dem leckeren Brot (pan), das ein Mittelding zwischen Ciabatta und Baguette ist, eine prima Vorspeise bzw. Ergänzung zum Menü.
Es soll zwar in Almería einen recht guten Bikeladen geben, der auch alle gängigen Ersatzteile hat, aber wenn man mit dem Bike in den Bergen unterwegs ist, ist Almería weit weg und in den Bergdörfchen haben wir kein einziges Fahrradgeschäft gesehen. Also besser alle gängigen Ersatzteile und entsprechendes Werkzeug mitnehmen.
Abla

        Hostal Mirasiena*
        Av. Santos Mártires, 13
        04510 Abla

Eine Bar, in die ortsansässigen Arbeiter schon zum Frühstück kommen mit ein paar super einfachen, winzig kleinen Zimmern, allerdings mit Dusche und WC, aber wahlweise mit Fenster oder mit Klimaanlage (wir haben letzteres gewählt), direkt neben der Autobahn. Das Essen war aber gut und ausreichend, die Bocadillos, die wir uns als Lunchpaket haben machen lassen, waren extrem lecker und günstig (nur 2 Euro pro Stück) und auch die Angestellten waren superfreundlich und fix. Die Bikes standen im abgesperrten Vorratskeller.
Lanteira

        Hotel La Posada de Altozano
        Cno. Fuente de la Parra, S/N
        18518 Lanteira
        Tel:  +34.958.673177

An unser Quatier in Lanteira habe ich eine, zugegebenermaßen, sehr zwiespältige Erinnerung: das Zimmer war superschön, groß und mit großer Terasse für die Bikes. Das Essen war auch gut. Aber der Gastwirt war mit Sicherheit das Unfreundlichste, was uns in ganz Spanien begegnet ist. Und frühes Aufstehen ist so gar nicht sein Ding.

Da wir bei unserer Trailtour am dritten Tag auf jeden Fall früh los wollten, haben wir uns hier gleich auf am Abend bereits hergerichteten Tee in der Thermoskanne und Bocadillos geeinigt. Leider haben wir uns dann aber für die zweite Nacht auf seine Beteuerung "ab neun bin ich da" verlassen - denn er war natürlich nicht um neun da. Auch um halb zehn noch nicht. Als wir uns dann schließlich kurz vor zehn mit Hilfe der Nachbarn bis zu seinem Haus durchgefragt hatten, war er noch tief und seelig am schlummern...
Güejar Sierra

        Hotel Juan Francisco
        Molinos, 9
        18160 Güejar Sierra
        Tel:  +34.958.484502

Von einem Extrem zum anderen - das Hotel in Güejar Sierra war in jeder Beziehung das Beste. Schönes Zimmer mit kleinem Balkon, großer Innenhof mit Schlauch zum Bikewash, Bikes dann in der Hochsicherheitsgarage mit den Autos der Eigentümer, sehr schönes Restaurant mit Terrasse, gutes und reichlich Essen, Frühstücksbuffet mit allem (Joghurt, Müsli, Obst) und das allerbeste: sie haben oben einen Waschraum mit großer Waschmaschine und Trockner, die wir auf nette Nachfrage kostenlos benutzen durften !!
Sierra Nevada Skigebiet

        Albergue Universitario
        Carretera de Sierra Nevada
        Tel:  +34.958.480122

Das etwas oberhalb des eigentlichen Skiortes gelegene Albergo ist das, was man bei uns als sehr gut geführte Alpenvereinshütte bezeichnen würde, vergleichbar einer Jamtalhütte: Mittelgroße Doppelziimmer mit Waschbecken (hatten wir) und auch einige Mehrbettzimmer ohne, schöne große und saubere Waschräume, gutes und mengenmäßig ausreichendes Essen. Bettwäsche gab's, Handtücher (toallas) waren keine auf dem Zimmer, aber als wir nett nachgefragt haben, haben wir kostenlos welche bekommen. Unsere Bikes nächtigten in einem abgesperrten Nebenraum zusammen mit den beiden Boxermischlingen des Gastwirts.
Capileira

        Hostal Ruta de Nieves
        Ctra. Sierra Nevada, S/N
        18413 Capileira
        Tel:  +34. 958.763106

Auch hier haben wir es sehr gut getroffen: das Ruta de Nieves ist ein Restaurant / Bar direkt an der Straße, die man vom Mulhacen runterkommt, ziemlich am Ortseingang auf der rechten Seite. Sehr gutes und reichhaltiges Essen auf der Terrasse. Das Zimmer selbst war zwar nicht im Haus sondern ein Stück den Hang hinauf, zwei Querstraßen weiter, aber dafür groß und komfortabel mit schöner Dachterasse und super schönem Blick über die Dächer von Capileira hinweg.
Yegen

        Hotel El Rincon de Yegen
        Carretera, 7
        18460 YEGEN
        Tel:  +34.958.851270

Auch ein schönes Quatier. Modernes Zimmer mit keinem Balkon. Gartenschlauch (manguera) zum Bikewash, danach kuschelten unsere Bikes zusammen mit der Merceds-M-Klasse des Gastwirts in der privaten Hochsicherheitsgarage. Das Abendessen war allerdings nicht so gut und reichhaltig, wie wir es aufgrund der hübschen Ausstattung des Restaurants erwartet haben, leider.
Benecid

        Hotel La Marmita de Ahlam
        Prje. Encinar, S/N
        04479 Benecid

Ein sehr hübsches und exklusives Hotel oben am Berg gelegen mit schöner Aussicht über das Tal. Zimmer schön und groß und sogar einen Swimmingpool gab's. Allerdings wirkte die ganze Anlage irgendwie noch unfertig, obwohl sie schon seit Jahren besteht: so sind beispielsweise die Wege zwischen den Bungalows und dem Restaurant superstaubiger Grobschotter und Rasen gibts nur rund um den Swimmingpool herum, alles andere ist einfach nur blanke mit ein paar Kakteen bestückte Erde.

Essen abends war sehr gut und reichhaltig und auch hier wurden unsere Trikots in der hoteleigenen Wäscherei kostenlos mitgewaschen.

Auf die Beteuerung "ab 9:30 Uhr sind wir hier" haben wir uns allerdings wohlweislich nur bei der ersten Übernachtung verlassen (der sehr verschlafene Kellner erschien erst gegen zehn Uhr), das zweite Frühstück haben wir uns auch hier bereits am Vorabend machen lassen und mit auf's Zimmer genommen.
Achtung: Pasta gibt's praktisch gar nicht und wenn sollte man tunlichst die Finger davon lassen - das ist nicht wirklich die Domäne der Spanier !

Wenn man in einer Bar ein alkoholisches Getränk bestellt, dann bekommt man zumeist ein Tapa kostenlos dazu, das ist eine Kleinigkeit zu essen, die im Grunde alles sein kann, von etwas chorizo (eine Art weicher Landjäger, warm oder kalt) oder Oliven (aceitunas) über Eiersalat (ensalada russa) oder Kartoffeln (patatas) in jeglicher Form bis hin zu richtigen kleinen Fleischgerichten. Wenn man mittags nur eine Kleinigkeit will, sind Tapas, die man natürlich auch extra bestellen kann, oftmals eine gute Option. Achtung: nicht verwechseln mit Raciónes - das sind Tapas "in groß", d.h. gleich ein ganzer großer Teller davon, den Spanier bestellen, wenn sie mit einer großen Gruppe unterwegs sind für alle zusammen.
Das Frühstück ist eher sparsam. Kaffe oder Tee, dazu ein tostada (halbes, der länge nach aufgeschnittenes getostes Baguette) mit Marmelade und Butter (marmelada y mantequilla). Wenn man es mit Schinken (jamón) und Käse (queso) haben möchte, muß man das dazu sagen, ist aber i.d.R. kein Problem. Müsli (cereales) hingegen wird man nur im Ausnahmefall bekommen, besser aus Deutschland mitnehmen und nur nach Milch (leche) und einem Schüsselchen (fuente) fragen.

Wenn es auf der Tour kein Dorf für's Mittagessen gibt, kann man sich seine Brotzeit entweder in den kleinen Tante-Emma-Läden in den Dörfern selbst kaufen (Achtung: die haben nachmittags geschlossen und machen frühestens wieder um 18 Uhr auf) oder man fragt im Hotel, ob sie einem ein bocadillo (ein halbes Baguette) machen, was i.d.R. kein Problem ist, mit Schinken, Käse und Tomate (con jamón, queso y tomate). Tomate ist hier keine ganze Tomate, sondern sie wird mit einer Reibe in eine Art Tomatenmus verwandelt und verhindert, daß das bocadillo zu trocken ist > lecker, immer dazu sagen !!  :-)

Das Wasser (aqua), das man im Supermarkt kaufen und im Restaurant bestellen kann, ist grundsätzlich ohne Blubber. Wasser mit Kohlensäure (aqua con gas) gibt es, wenn überhaupt nur in niedlichen 0,2-Liter-Fläschchen.
Hotel Mirasiena in Abla
Tinto de Verano
Wenn man trotzdem beim Abendessen nicht wieder, wie schon den ganzen Tag über, stilles Wasser trinken möchte, dann ist Gasera eine recht gute Alternative. Das ist eine kalorienfreie Limonade, die es in klar (blanca) oder gelb (limon) gibt und die in der klaren Variante sehr gerne mit etwas Rotwein zum sogenannten Tinto de Verano gemischt wird (erfrischend, fruchtig, erinnert etwas an Sangria > probieren!). Die gelbe Variante schmeckt ähnlich wie Fanta Limon. Zumindest gasera blanca gibt es praktisch in jedem Restaurant in Ein- bis Zweiliterflaschen.
Leitungswasser (aqua del grifo) kann man bedenkenlos überall trinken, bisweilen schmeckt es allerdings etwas nach Chlor, mehr je tiefer man ist. Hier wirkt etwas (schon aus Deutschland mitgebrachtes) Getränkepulver in den Trinkflaschen Wunder :-).

Das Wasser aus den Brunnen, die es auf allen Dorfplätzen und auch sonst sehr oft am Straßenrand gibt, kann man ebenfalls bedenkenlos trinken, es sei denn, es steht ausdrücklich dran, das es kein Trinkwasser (aqua non portable) ist. Und auch aus den Bächen (über 2.000 m) haben wir immer getrunken, ohne jedes Problem.

Wassermangel gab es keinen und das obzwar wir im August unterwegs waren, dem heißesten Monat. Oder anders gesagt: mit zwei Trinkflaschen pro Person sind wir gut ausgekommen. Und wenn es mal über eine längere Strecke hinweg nix zum Nachfüllen gab, habe ich in den Routenbeschreibungen ausdrücklich darauf hingewiesen.
Hotel La Posada de Altozano in Lanteira
Tapas
Raciones
Hotel Juan Francisco in Güejar Sierra
Hotel Juan Francisco in Güejar Sierra
Hotel Ruta de Nieves in Capileira
Hotel Ruta de Nieves in Capileira
Albergue Universitario im Skigebiet Sierra Nevada
Ein paar Brocken spanisch zu können ist sicher kein überflüssiger Luxus - soviel gleichmal vorweg.

Vor allem die älteren Spanier sprechen spanisch, spanisch und spanisch... und sonst nix. Das sind leider noch schmerzliche Nachwirkungen der Franco-Ärea, als ausländische Sprachen nicht nur nicht gefördert, sondern geradezu torpediert wurden.
Im Gegensatz zu manch anderen Volksgruppen, wollen Spanier einen aber wenigstens verstehen. Sie sind i.d.R. super freundlich und hängen einem förmlich an den Lippen, versuchen mit Gestik und Mimik zu kommunizieren und wenn alles nichts hilft und der Touri die Wegbeschreibung einfach nicht verstehen will, dann nehmen sie einen eben bei der Hand und führen einen hin...

Wenn sie aber schon gar nicht verstehen, was man von ihnen will, dann wird's schwierig.

Mit anderen Worten: ich kann jedem nur dazu raten, sich zumindest ein paar Grundkenntnisse in spanisch anzueignen, wie Zahlen, Essen, Fragen nach dem Weg,... - und kann ihm versprechen, daß das hoch honoriert wird und sich in jedem Fall auszahlt.
Spanisch in 30 Tagen - ein hervorragendes Spanischbuch, für das man aber schon etwas mehr als 30 brauchen dürfte...
Eine Sache muß ich an dieser Stelle jedoch fairerweise noch erwähnen: selbst nach einem urlaubsvorbereitenden Intensivtraining spanisch sollte man nicht erwarten, daß die Kommunikation mit einem Andalusier sofort flüssig in beide Richtungen erfolgen wird.

Der Andalusier wird einen sofort perfekt verstehen, keine Frage - sie wollen es ja und die spanische Aussprache ist für Deutsche nicht wirklich schwer. Es klingt dann vielleicht etwas hart und eckig, verständlich ist es aber allemal.

Andersherum könnte es jedoch etwas schwieriger werden. Nicht nur, daß Andalusier extrem schnell sprechen, sie sind auch noch extrem sprechfaul, oder anders: alles, was nicht unbedingt notwendig ist, wird konsequent weggelassen.

So wird der Buchstabe S beispielsweise nur im Anlaut gesprochen, sonst fällt er einfach unter den Tisch - was bisweilen schon recht irritierend sein kann. Aus buenas dias (Guten Tag) wird so buena dia, aus
¿como estas? (wie geht's) ¿como eta?

Und zudem werden auch alle Worte bzw. Wortteile, die eigentlich sowieso logisch sind und folglich überflüssig, ebenfalls weggelassen.  Wenn einem also auf der Straße im Vorbeifahren jemand ein buena zuwirft, sollte man besser immer freundlich zurückgrüßen ;-)

Irgendwann hat man sich aber "reingehört" und da die Kürzungen ebenso konsequent und regelmäßig sind, wie die gesamte spanische Sprache, klappt das dann mit dem Verstehen auch bald schon besser... also nicht gleich aufgeben! :-)
Dornengestrüpp am Wegesrand gibt es wahrlich im Überfluss
Und eine Sache kann man auch nur allen wärmstens ans Herz legen: stellt vor Eurem Urlaub auf schlauchlos um und macht eine ordentliche Portion Milch in die Tubes. Wenn es etwas in der Sierra Nevada wirklich im Überfluss gibt, dann ist das Dornengestrüpp und wenn man nicht alle Daumenlang Reifen wechseln will, dann ist schlauchlos (+ Milch) die einzige Option. Bei Frank war im Hinterreifen die Milch leider eingetrocknet und er hatte vergessen, sie aufzufüllen - er weiß, wovon ich spreche ;-)
Was man ebenfalls auch tagsüber besser immer mit dabei hat ist ein alter Lappen und Kettenöl: spätenstens am frühen Nachmittag fingen unsere Ketten ob der staubigen Pisten regelmäßig zu sirren an...

Wir haben unsere eigenen Bikes mitgebracht. Man kann sich allerdings auch recht gute in Almería leihen, wie ich im Nachhinein erfahren habe, bei der Almería Bike Station ( http://www.almeria-bike-tours.de/index.html): Steppenwolf Taiga und Tycoon für ca. 150 Euro/Woche.
Hotel El Rincon de Yegen