Cabo de Gata
Cabo de Gata
Etappenbeschreibung
Am Abschlußtag wollten wir gerne noch mal ans Meer, wobei nicht das Baden im Vordergrund stehen sollte, sondern schon das Biken.

Geradezu perfekt verbinden kann man beides im Nationalpark Cabo de Gata, der allerdings ein ganzes und noch dazu sehr unattraktives Stückchen Staub-/ Schnellstraße  von unserem letzten Quartier entfernt lag.
Nach einigem Hin- und Herüberlegen sind wir über unseren Schatten gesprungen und haben uns im Taxi hinchauffieren lassen: es wäre einfach zu schade gewesen, die Zeit mit der Anfahrt zu vertrödeln...

Von unserem Startpunkt, der Playa de la Fabriquilla, ging's dann gleich kräftig hoch zum Cabo de Gata.
Cabo de Gata
Cabo de Gata
Sendero de Vela Blanca
Sendero de Vela Blanca
Danach weiter auf Teer wieder hinunter und erneut hoch bis kurz unterhalb des Cerro de la Vela Blanca.
Die letzten paar Meter Auffahrt heben wir uns für den Rückweg auf...
Playa de los Genoveses
Playa de los Amarillos
Playa de los Amarillos
Playa de los Amarillos
Nach langer aussichtsreicher Abfahrt kommt man wieder zum Meer hinunter und trifft hier auf die von San José kommende Staubstraße.


An ihr liegen mehrere traumhaft schöne Strände:
Playa del Barronal, Playa de los Genoveses und Playa de los Amarillos...
... und fahren statt dessen geradeaus weiter auf dem für den Autoverkehr gesperrten Schotterweg an der Küste entlang auf dem Sendero de Vela Blanca.
...jeder mit eigener Bushaltestation: um das Gebiet nicht zu überlasten, darf nur eine bestimmte Anzahl von Pkws pro Tag hier einfahren, der Rest der Badewilligen muß den Bus nehmen...
Bushaltestelle vor dem Playa del Barronal
... und steht dann abends wartend an der Bushaltestation (wie wir bei der Rückfahrt sahen)...
vom Strand zurück zur Straße
Fußweg nach San José
Fußweg nach San José
San José
San José
Baden waren wir dann aber doch nicht: zu kurz war das Stückchen, das wir bis jetzt schon gefahren waren und zu lange die noch vor uns liegende Strecke - da wollten wir uns das Baden dann doch lieber für später aufheben und sind weiter Richtung San José gefahren...
eine der vielen neuen Reihenhaussiedlungen
San José ist ein sehr mondänes Feriendörfchen mit vielen sehr hübschen kleinen weißen Villen, in das sich ganz offensichtlich nicht die allerärmsten Spanier in die Sommerfrische begeben...
Nur ein Stückchen hinter San José dann wieder eine der vielen neuen Reihenhaussiedlungen, die derzeit in dieser Region im Entstehen sind: mal luxuriöser, mal einfacher, immer für jeweils eine Familie mit einem Auto, weiß und gleichförmig... der spanische Bauboom, von dem in den Medien immer berichtet wird, ist hier ganz deutlich sichtbar...
Agaven-Allee
Schotterpiste
El Pozo de los Frailles
Weiter ging es auf recht guten Schotterwegen  durch ein weitläufiges Gebiet, eine hübsche Agaven-Allee...
viiel Sand auf dem Sendero de Los Frailles
Autowrack am Rande des Sendero
... bis zum Sendero de Los Frailles, einem ganz neu angelegten Wanderweg, durch dessen Optik man sich allerdings nicht täuschen lassen sollte - der hübsche weiße Sand war vor allem eines: tief...
...und am Örtchen El Pozo de los Frailles vorbei...
Und wer weiß, vielleicht ist das auch diesem Auto einst zum Verhängnis geworden ;-)
Los Albaricoques
Los Albaricoques
Dann kamen wir nach Los Albaricoques, an dessen Ortseinfahrt gleich eine große Tafel verkündet, daß dieses Dörfchen Kulisse von mehr als 20 Western war und in seinen Straßen Regisseure wie Sergio Leone, Rafael Romero Marchant, Damiano Damiani, Mario Calano und viele weitere hat arbeiten sehen.
Szene aus "Für ein paar Dollar mehr" mit Clint Eastwood
Los Albaricoques, Kulisse für zahlreiche Western
Im Film "Für ein paar Dollar mehr" von Sergio Leone (1965) ist das das Dorf 'Aguas Calientes', in das Clint Eastwood einreitet.
Sackgasse
Weg zur Mine
Sackgasse
Dann kam ein langes Stück durch karges Hochland mit leider ziemlich eckligem Gegenwind...
... bis wir an einen Wegabzweig kamen, an dem uns ein Schild vor dem nahenden Wegende warnte:
Wall, der das Ende der Straße markierte
Und tatsächlich mußten wir bald über einen Geröllwall klettern, der den normalen Durchgangsverkehr von einer der größten stillgelegten Goldminen Europas fernhält.
Goldmine Cerro del Cinto
Goldmine Cerro del Cinto
In der Mine Cerro del Cinto wurde von 1930 bis 1966 Gold im großen Stile gefördert, wie die Tafel unten erläutert:
Pfad auf halber Höhe
Blick auf die Felder des Cortijo del Fraile
Ende des Weges
Wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn um das Minenmassiv herum, d.h. zunächst auf der linken Seite auf dem dort beginnenden Wanderweg bis auf halbe Hanghöhe hinauf und dann auf diesem schmalen, aber sehr gut fahrbaren Pfad immer am Hang entlang, mit herrlichen Blicken über die sich unter uns ausbreitende fruchtbare Ebene und die weitläufigen Felder des Cortijo del Fraile...
Ja, und dann war der Pfad ganz unvermittelt plötzlich einfach zu Ende - und wir ziemlich ratlos...
Aber unter uns war nichts als ein sehr steiler wegloser Abhang und das Rad da hinunter zu tragen sah alles andere als verlockend aus.

Also machten wir uns schweren Herzens auf den Weg zurück - und entdeckten zum Glück nach ein paar Metern den Abzweig, den wir zuvor übersehen hatten: ein gerade am Anfang nur auf den zweiten Blick sichtbarer, aber dann doch gut zu fahrender Pfad, steil am Hang hinunter...
Das gab's doch gar nicht !! In der Karte war er doch einwandfrei als durchgängig eingezeichnet gewesen...
Playa del Playazo
Playa del Playazo
Von diesem herrlichen Trail noch ganz verzaubert, erreichten wir kurze Zeit später die Zivilisation in Form der Durchgangstraße wieder und überquerten sie in Richtung Strand zur Playa del Playazo.

Und so langsam stellte sich bei mir auch ein deutlich spürbares Hungergefühl ein...
Als Frank aber die langen Schlangen sah, die in der einzigen "Futterstelle", dem Schilfhäuschen links im Bild, auf ihre fettigen Pommes warteten, hatte ich diesbezüglich ganz schlechte Karten...
So fuhren wir weiter und zwar auf den hier beginnenden Sendero La Molata, der uns immer an der Küste entlang bis zum Campingplatz La Caleta bringen sollte.

Und das war in der Tat ein absolutes Schmankerl !!
Castillo de San Ramón
Sendero La Molata
Zunächst noch recht flach dahin an dem alten Castillo de San Ramón vorbei...
Sendero La Molata
Sendero La Molata
Sendero La Molata
... dann kurz steil, aber größtenteils fahrbar hinauf...
... und schließlich mit einem Wahnsinnsblick an der Steilküste entlang...
Sendero La Molata
Höhenprofil Cabo de Gata-Níjar
Höhenprofil
GPS
Karte
Den GPS-Track habe ich bei GPSies hochgeladen, so daß Ihr ihn Euch unmittelbar ansehen und in jedem denkbaren Format herunterladen könnt, wenn Ihr auf den nachfolgenden Link klickt:
Sierra Nevada Vuelta: 14. Cabo de Gata-Níjar
Campingplatz La Caleta
Steilabfahrt zum Campingplatz hinunter
Strand vor dem La Caleta
Campingplatz La Caleta
... bis wir schließlich den Campingplatz samt dazugehörigem Strand tief unter uns liegen sahen und nach einer kurzen rassigen Steilabfahrt endlich zu unserem wohlverdienten und sehr leckeren Mittagessen kamen.
Campingplatz La Caleta
Campingplatz La Caleta
Den Campingplatz La Caleta kann man wirklich nur jedem empfehlen: großzügig angelegt, gepflegt und mit breiten Sonnensegeln über den Stellplätzen - so soll es sein :-)
Das Stück vom Campingplatz zur Straße zurück war dann zwar auch sehr schön angelegt, bestand aber wieder aus diesem tiefen, feinen weißen Sand, den wir schon so zu lieben gelernt hatten:
3 Pedalumdrehungen = 20 cm...  zumindest kommt es einem so vor...
Da waren wir dann über das nun folgende längere Straßenstück richtig froh...
Sendero Loma Pelada
Kurz hinter Rodalquillar verließen wir die Durchgangsstraße dann wieder für das nächste Stückchen Trail:

Der Sendero Loma Pelada, der ganz harmlos als breite Schotterpiste beginnt, um sich dann langsam immer mehr zu verschlechtern, bis er schließlich absolut unpassierbar wird für Autos aller Art ...
steckengebliebenes Luxusvehikel
Sendero Loma Pelada mit Blick Richtung San José
... selbst für Luxus-Allrad-Karossen...
... Schadenfreude ist doch die schönste Freude ;-)
Blick zurück Richtung San José
Blick Richtung Cabo de Gata
Weiter ging es zurück, so wie wir gekommen waren, über San José, die lange Küstenstraße mit den drei großen Stränden (und den Badegästen an den Bushaltestationen, s.o.) und schließlich wieder den Sendero Vela Blanca hoch, diesmal allerdings ganz hoch bis zum Turm...
... was sich auch in der Tat gelohnt hat, denn vom Cerro de Vela Blanca aus hat man einen herrlichen Blick sowohl die Küste zurück Richtung San José (Bild links) ...
... als auch die Küste nach vorne zum Cabo de Gata (Bild unten) ...