... im Gegensatz zu dem Stier...
Etappenbeschreibung
Höhenprofil
GPS
Karte
Den GPS-Track habe ich bei GPSies hochgeladen, so daß Ihr ihn Euch unmittelbar ansehen und in jedem denkbaren Format herunterladen könnt, wenn Ihr auf den nachfolgenden Link klickt:
Sierra Nevada Vuelta: 3. Refugio Postero Alto
Höhenprofil Refugio Postero Alto
Wieder ein wundervoller Morgen, dessen angenehme Kühle wir beim Frühstück auf der Terrase vor unserem Zimmer genossen: da wir nicht zu spät loskommen wollten, hatten wir uns vorsorglich bereits am Vorabend eine Thermoskanne mit Tee und ein paar bocadillos machen lassen...
Terrasse vor unserem Zimmer in Lanteira
Direkt am Ortsende von Lanteira fuhren wir auf einen leicht abfallenden Karrenweg, dem wir an Feldern (und einem Esel) vorbei bis Alquife folgten.

Nach der Dorfdurchfahrt noch ein kleines Stückchen weiter auf Teer und dann wieder rechts in einen ganz ähnlichen Karrenweg bis Aldeire.
Karrenweg nach Alquife
ein offensichtlich ziemlich gelangweilter Esel am Wegrand
Ortseinfahrt Aldeire
Pfad bergauf hinter Aldeire...
Weiter ging's bergan auf einem sehr hübschen, gut fahrbaren Pfad, der irgendwann zum breiteren Forstweg wurde und schließlich an der breiten Teerstraße mündete, die wir schon von gestern kannten.
... der irgendwann zum Karrenweg wird...
Teerstraße bis zur Paßhöhe
Paßhöhe auf 2.000 m
Restaurant Puerto de La Ragua
Die Straße bleibt aber zum Glück nur ein kurzes Stück zweispurig und wird dann wieder zum schmalen Teerband, das einem sehr angenehme, fast mühelose Höhenmeter bis zur Paßhöhe Puerta de la Ragua beschert, die auf genau 2.000 m liegt.
Nach einem Café im dortigen Restaurant (in dem man übrigens auch sehr gut Mittag essen kann, wir wir in ein paar Tagen noch testen sollten), war es dann mit der Mühelosigkeit erst mal vorbei...
Hier bogen wir auf den Sendero Sulayr ab, der  sehr schön angelegt und auch bergauf größtenteils fahrbar ist...

... aber eben nur größtenteils, leider nicht durchgängig: auch bei der ersten Auffahrt waren schon einige Schiebepassagen dabei...
Sendero Sulayr
Sendero Sulayr
Hat man die hinter sich gebracht wird man einem phantastischen Blick über die weite freie Hochebene und der nachfolgenden sehr feinen Trailabfahrt belohnt.


Am Ende geht es ein Stückchen sehr steil hinunter und durch unseren ersten barranco für heute, dem noch zahllose folgen sollten.
Hochebene über dem Paß Puerto de La Ragua
Sendero Sulayr
Sendero Sulayr
Barranco auf dem Sendero Sulayr
Aber anders als auf den Forststraßen gestern ist das heute nicht nur mit einer kurzen Ab- und wieder Auffahrt verbunden, sondern zumeist auch mit einem Stückchen Biketragen:

Die Bäche in den barrancos führen hier oben zumeist noch Wasser und das lockt natürlich auch das Weidevieh (Kühe und Ziegen) an, das den aufgeweichten Grund rund um die Bäche mit seinen Hufen ordentlich zerpflügt - da helfen auch die ausgelegten Steinplatten nicht viel, fahrbar ist das nur in den seltensten Fällen...
Cortijo de las Chorreras
Wegweiser Sendero Sulayr
Ein Stückchen weiter treffen wir auf eine abgeschlossene sehr einfache Steinhütte - und wollen erst gar nicht glauben, daß das das Refugio de las Chorreras sein soll...
Der Sendero Sulayr ist ein neu in 2006 angelegter Rundwanderweg durch die Sierra Nevada in 19 Etappen und folglich also auch mit 19 zur Übernachtung vorgesehenen Berghütten.

OK, ich hatte gelesen, daß alle bis auf eine (das Refugio Postero Alto, unser Ziel für heute) unbewirtschaftet sind -  aber ich hatte sie mir wenigstens etwas größer und einladender vorgestellt, als diese winzige Steinhütte...
Sendero Sulayr
Sendero Sulayr
Sendero Sulayr
Sendero Sulayr
viel Weidevieh auf dem Sendero Sulayr
die Kühe machten jedoch immer gleich freiwillig Platz...
Und weiter ging's auf Trail, immer bergauf und bergab am Hang entlang, ein barranco nach dem anderen und mit tollen Talblicken - eine absolute Traumroute...
Wanderer oder gar Mountainbiker haben wir den ganzen Tag über keinen einzigen gesehen, dafür einige Pferde und eine ganze Menge Ziegen und Kühe einschließlich ihrer Jungtiere...
... der uns nur kritisch beäugte, aber dann doch durchlies...
Und plötzlich dreht sich Frank zu mir um: "Du, das schwarze da hinten, das so böse rüberschaut - das ist aber keine Kuh..."
Refugio Postero Alto
Refugio Postero Alto
Viel Trail und unzählige barrancos später trafen wir ziemlich unvermittelt aus dem Wald kommend auf eine breite Feuerschneise, an deren unteren Ende in weiter Ferne das Refugio Postero Alto sehr malerisch auf einer Kuppe in der Sonne blitzte.
Lanteira >> man beachte die hübsche weiße Kieselschrift...
am Ende der Feuerschneise das Refugio Postero Alto
Danach gab's noch eine sehr lange und zu Anfang auch sehr holperige Schotterabfahrt und wir waren wieder "daheim" in Lanteira...