Etappenbeschreibung
Höhenprofil
GPS
Karte
Den GPS-Track habe ich bei GPSies hochgeladen, so daß Ihr ihn Euch unmittelbar ansehen und in jedem denkbaren Format herunterladen könnt, wenn Ihr auf den nachfolgenden Link klickt:
Sierra Nevada Vuelta: 7. Sierra Nevada Skigebiet - Campileira
Höhenprofil Sierra Nevada Skigebiet - Capileira
Heute wollten wir auf den höchsten Berg des spanischen Festlands, den Mulhacen, der immerhin 3.482 m hoch ist.

Dazu mußten wir erst wieder auf der Teerstraße von gestern durch's Skigebiet hoch.

Rechts das Starthäuschen der Damenabfahrt...
Auffahrt durchs Skigebiet
Blick auf Mulhacen (Mitte) und Veleta (rechts)
Auffahrt zum Veleta
Panorama vor Veleta-Hütte
sonniges Plätzchen vor der Veleta-Hütte
Blick über das Skigebiet
Hier hat man bereits einen schönen Blick auf den Mulhacen: der nach rechts abgeflachte Zacken genau in der Bildmitte unter der kleinen weißen Wolke.

Rechts davon der Veleta, der zweithöchste Berg auf dem spanischen Festland  (3.394 m), der direkt oberhalb des Skigebietes aufragt und auf den wir zunächst einen kleinen Abstecher geplant hatten.
Alle hatten uns gewarnt, daß es oben am Mulhacen ganz schön kalt werden kann und daß wir uns doch auf jeden Fall eine dicke Jacke mitnehmen sollten.

Aber wie es so ist - wir hatten es irgendwie nicht so recht geglaubt, zumal es gestern oben am Observatorium noch wunderbar warm war.

Und die Temperaturen waren auch in der Tat nicht wirklich kalt, aber je höher wir kamen, desto stärker wurde der Wind - und der war eisig.

Am Gipfelanstieg zum Veleta (rechts) habe ich jedenfalls trotz meiner Windstopperweste ganz schön gefroren...
... und war richtig froh über die kleine Gipfelhütte und ihre windgeschütze Sonnenseite. Hier war es nicht nur mollig warm, sondern man hatte auch einen absolut genialen Blick auf das Bergpanorama rundum und unser heutiges Ziel, den Mulhacen.
Blick auf den Mulhacen
Rennradler auf dem Weg zum Veleta
Ich wäre am Liebsten sitzengeblieben, aber irgendwann mußten wir ja dann doch weiter...  zurück in den eiskalten Wind und erstmal wieder die gut 100 Hm auf dem groben Schotter zurück zum Abzweig.
Schotterstraße zum Mulhacen
Und - wow - da kam mir doch glatt nach ein paar Metern ein spanischer RRler entgegen, nur in kurz und tapfer sein Radl schiebend... es gibt halt doch noch harte Männer...
Zurück am Abzweig waren es noch ein paar Meter bis zum Paß, von dem aus man schön die Schotterstraße zum Mulhacen hinter sehen kann...

... und auch links oben den Veleta, auf dem wir eben noch waren.
Gipfelanstieg zum Mulhacen
Schiebestück zum Mulhacen
Fahrraddepot
Die Schotterstraße führt bis zum Mulhacen hin, aber von dieser Seite her leider nicht bis hoch: die letzten gut 300 Hm schiebt man einen steilen Serpentinenpfad hoch...

... und an Franks Blick zweifeldem Blick konnte ich schon ablesen, daß er nicht wirklich glaubte, daß man auf der anderen Seite tatsächlich abfahren kann.
Aber in der Tat, kurz unterhalb des Gipfels mündet man an einem Karrenweg. Dort haben wir auch unsere Bikes stehen gelassen und sind ohne die letzten paar Meter zum Gipfel hoch.
Zwei spanische Biker, Pepé und Samuel aus Malaga, die von Capileira aus hochgefahren waren, haben wir am Gipfel getroffen - und die beiden haben ihre Bikes tatsächlich bis oben geschleppt...
Oben am Mulhacen
Oben am Mulhacen
Oben am Mulhacen
Oben wurden wir dann mit einer phantastischen Aussicht belohnt und mit auch durchaus warmen Temperaturen auf der windabgewandten Seite.
Nach langer gemütlicher Pause sind wir zurück zu unseren Bikes gelaufen und ab da gemeinsam mit Pepé und Samuel abgefahren -  zu Beginn auf einem extrem hoppeligen Karrenweg, im weiteren Verlauf dann auf zunehmend besserer Schotterstraße.
Abfahrt vom Mulhacen
Pepe bei der Abfahrt vom Mulhacen
Aussichtspunkt auf der Abfahrt
An dieser Stelle muß ich aber noch ausdrücklich darauf hinweisen, daß die Abfahrt vom Mulhacen wohl offiziell nicht erlaubt ist - für uns nicht ganz nachvollziehbar, da es  kein Wanderpfad sondern ein breiter Karrenweg ist.

Aber es soll wohl schon vorgekommen sein, daß Biker von Forstbeamten, die ihnen im Jeep entgegenkamen, aufgehalten wurden...
Capileira
Traumblicke auf der Abfahrt vom Mulhacen
Capileira
Nationalparkschranke
Wir haben zum Glück auf der Strecke keine Forstbeamten getroffen.

Unser erster (und einziger) Forstbeamte überhaupt stand an der Nationalparkgrenze an der Schranke - und machte uns freundlich darauf aufmerksam, daß der dort kreuzende Sendero Sulayr mit dem Bike nicht befahren werden dürfte.
Nationalparkgrenze
Also sind wir brav auf der Schotterstraße weiterge-fahren...

(bis zu der Stelle, an der der GR das nächste mal kreuzte)
Capileira
die Dächer von Capileira
die Dächer von Capileira
Das letzte Stückchen bis Capileira rollt man dann wieder ganz entspannt auf Teer.
Capileira ist ein für diesen Landstrich, die Alpucharra, ganz typisches Dörfchen: kleine weiße, an den Hang geschmiegte Häuschen mit unzähligen kleinen Schornsteinen, auf die wir von der Dachterrasse unserer Wohnung einen sehr schönen Blick hatten.